Rigorose Kontrollen garantieren Spitzenqualität
Als Ursprungsland des Arabica-Kaffees ist Äthiopien natürlich stolz auf die hervorragende Qualität der edlen Bohnen, die hier wachsen. Doch wie bei Trauben und anderen Dingen muß darauf geachtet werden, daß sich nicht "faule Beeren" oder Verunreinigungen negativ auf die Qualität auswirken. Deshalb spielt das Sortieren als erstem Schritt der Qualitätssicherung eine wichtige Rolle. Grob sortiert wird mit einer Maschine, doch welches "Instrument" ist für das Feinsortieren besser geeignet als das menschliche Auge? Deshalb sieht man entweder an Förderbändern oder, wie auf der vorhergehenden Seite abgebildet, am Boden sitzende Sortiererinnen und Sortierer die kleinen mißratenen Bohnen und Verunreinigungen her-auspicken. So daß nur noch die schönen übrigbleiben, welche dann letztendlich konsumiert werden. Sei dies im Land selber - die Äthiopier sind anspruchsvolle Kaffeetrinker - oder in aller Welt. Kaffee, der exportiert werden will, muß zur Zeit noch die Auktion passieren. Je ein Auktionshaus befindet sich in Dire Dawa im Osten des Landes (vorwiegend für Harar-Kaffee) und in der Hauptstadt Addis Abeba. Angegliedert an das Auktionshaus ist an beiden Orten eine Qualitätsprüfungsstelle der Regierung. Hier stecken die Prüfer vor der Auktion erst mal ihre geübten und erfahrenen Nasen in den grünen Kaffee. Denn unsachgemäße Lagerung hinterläßt geschmacklich ihre Spuren: Die Bohnen können nach Schimmel riechen. In einem zweiten Schritt werden Proben geröstet und degustiert. Hier geht es vor allem darum, daß die jeweilige Kaffeesorte auch das für sie typische Aroma aufweist. Dabei scheint diese Art des Prüfens weit von allen anständigen Trinksitten entfernt zu sein: Unter lautem Schlürfen wird der Kaffee von einem Löffel in den Mund gesogen. Dies, weil in kleinen Tröpfchen, wie sie durch das Schlürfen entstehen, die geübte und empfindliche Zunge des Prüfers am besten die entsprechenden Kriterien überprüfen kann. Anschließend wird die ganze Herrlichkeit wieder ausgespuckt. Wie beim Degustieren eben so üblich.Das Ganze wiederholt sich nach der Auktion, bevor der Exporteur, der den Kaffee erstanden hat, diesen in sein Exportlager nimmt und später auf die Reise schickt. Damit alles systematisch abläuft, kriegt jeder der anliefernden Lastwagen eine Los-Nummer, so daß dann auch der Exporteur noch weiß, von welchem lokalen Produzenten er seine Bohnen bezogen hat. |
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bringt den Reichtum von Natur und Sonne auf Ihren Tisch! |